Vier Jahre Krieg bedeuten vier Jahre Leid / Hungerkatastrophe im Südsudan spitzt sich weiter zu


Bonn (ots) -

Mit der Gründung des Südsudan vor mehr als sechs Jahren waren
große Hoffnungen verknüpft. Doch der jüngste Staat der Erde gilt als
gescheitert: Mitte Dezember jährt sich der Bürgerkrieg zum vierten
Mal. Die Not in dem ostafrikanischen Land verschärft sich, auch weil
die Situation für Hilfsorganisationen immer gefährlicher wird. Die
Bündnisorganisationen von "Aktion Deutschland Hilft" treten dem Leid
entgegen. Sie weiten ihre Hilfe für südsudanesische Flüchtlinge aus.

"Vier Jahre Krieg, das bedeutet vier Jahre Leid", sagt Manuela
Roßbach, geschäftsführender Vorstand von "Aktion Deutschland Hilft".
"Ich war selbst im Südsudan und habe mir ein Bild gemacht. Was ich
gesehen habe, hat mich zutiefst erschüttert. Menschen, die um ihr
Überleben kämpfen, jeden Tag seit so vielen Jahren." Zahlen können
die Not nicht annähernd wiedergeben: Jeder dritte Südsudanese ist auf
der Flucht, das sind eine Million Menschen mehr als im vergangenen
Jahr. Sie fliehen vor Gewalt, ebenso wie vor anhaltendem Hunger. Fast
fünf Millionen Menschen und damit fast jeder Zweite weiß nicht, wie
er satt werden soll. In vielen Bundesstaaten gilt die zweithöchste
Hungerkategorie.

"Ohne weitere Hilfe sterben noch mehr Menschen"

"Dort, wo wir helfen können, geht es den Menschen eindeutig
besser", sagt Roßbach. Das ist allerdings nicht überall möglich, der
Südsudan gilt als eines der gefährlichsten Länder für humanitäre
Helfer. Organisationen im Bündnis leisten dennoch weiterhin Hilfe.
Malteser International kann zum ersten Mal seit Monaten in das von
Rebellen kontrollierte Gebiet Greater Bagari, südlich von Wau,
reisen. Dort sondieren die Mitarbeiter die Lage und verteilen so bald
wie möglich Hilfsgüter. "Help - Hilfe zur Selbsthilfe" setzt
ebenfalls in vielen Landesteilen Projekte um. "In Lakes State
behandeln wir stark unterernährte Kinder. Wir bohren zudem Brunnen,
bauen Latrinen, führen Hygieneschulungen durch und verteilen
Hilfsgüter", so Help-Programmkoordinator Fabian Nolde. Er weiß: "Ohne
weitere Hilfe sterben noch mehr Menschen." Die Kämpfe in der Region
Kajo-Keji an der Grenze zu Uganda sind derzeit jedoch so heftig, dass
die Hilfe vorübergehend eingestellt werden musste.

Das Bündnis "Aktion Deutschland Hilft" warnt davor, dass sich die
verheerende Hungersituation weiter zuspitzt. Neben einem erschwerten
Zugang fachen ausbleibende Ernten, der Flächenbrand der Gewalt und
extrem steigende Lebensmittelpreise die Not weiter an. Über zwei
Millionen Südsudanesen haben ihr Heimatland verlassen, die Hälfte von
ihnen beginnt in Uganda ein neues Leben. Das südliche Nachbarland
nimmt die Menschen mit einer beispiellosen Willkommenskultur auf: Sie
erhalten Land, Unterstützung und können ihre Kinder zur Schule
schicken. "Hier wächst ohne weiteren Einsatz eine verlorene
Generation heran", warnt Roßbach. Doch in Uganda finden die Männer,
Frauen und Kinder etwas, das ihnen im Südsudan seit vier Jahren
verwehrt wird: Frieden.

Die Bündnisorganisationen von "Aktion Deutschland Hilft" sind in
vielen Regionen Afrikas tätig und leisten Hilfe. Gerne vermittelt
"Aktion Deutschland Hilft" Interviewpartner zur Situation. Bitte
kontaktieren Sie die Pressestelle unter 0228/242 92 222 oder
presse@aktion-deutschland-hilft.de

Bildmaterial finden Sie unter: http://bit.ly/2nA0ORm

Ein Video zum Einbetten auf Ihrer Webseite hier:
https://youtu.be/Q4pnazf42eo

"Aktion Deutschland Hilft" ruft zu Spenden für die Not leidenden
Menschen in Afrika auf:

Stichwort "Hunger in Afrika"
IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)
Spendenhotline: 0900 55 102030 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz,
Mobilfunk höher)
Charity SMS: SMS mit ADH10 an die 81190 senden
(10 EUR zzgl. üblicher SMS-Gebühr, 9,83 EUR davon gehen direkt an
Aktion Deutschland Hilft)
Online spenden unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

Kurzprofil Aktion Deutschland Hilft e.V.

"Aktion Deutschland Hilft" ist das 2001 gegründete Bündnis von
deutschen Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen ihre
Kräfte bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten. Die
beteiligten Organisationen führen ihre langjährige Erfahrung in der
humanitären Hilfe zusammen, um so die bisherige erfolgreiche Arbeit
weiter zu optimieren. Unter einem gemeinsamen Spendenkonto bei der
Bank für Sozialwirtschaft Köln ruft das vom Deutschen Zentralinstitut
für soziale Fragen (DZI) geprüfte und vom Deutschen Spendenrat
zertifizierte Bündnis zu solidarischem Handeln und Helfen im
Katastrophenfall auf. www.aktion-deutschland-hilft.de



Pressekontakt:
Aktion Deutschland Hilft e.V.
Tel.: 0228/ 242 92 - 222
Fax: 0228/ 242 92 - 199
E-Mail: presse@aktion-deutschland-hilft.de

Original-Content von: Aktion Deutschland Hilft e.V., übermittelt durch news aktuell

https://www.presseportal.de/pm/50116/3808985

Kommentar hinterlassen